Berlin, – “20 Jahre Mauerfall – Deutschland einig Vaterland?” lautet das Thema bei ANNE WILL am Sonntag, 8.11.09, um 21.45 Uhr im Ersten.
“Vom Osten lernen heißt Krisen bestehen lernen” – dieses Fazit einer Studie über die Ostdeutschen 20 Jahre nach dem Mauerfall räumt mit einigen gängigen Klischees auf. Doch statt die Lebens- und Anpassungsleistung der Ostdeutschen anzuerkennen, beklagen sich viele Wessis weiterhin lieber über „Jammer-Ossis“ und hoffnungslose “Ostalgiker”. Hat der Westen den Osten nach dem Mauerfall vereinnahmt und dabei die Menschen und ihre Erfahrungen, Kenntnisse und Bedürfnisse bis heute gering geschätzt? Wie gut sind die ehemaligen DDR-Bürger in der Bundesrepublik angekommen und wie gut haben sie ihre Vergangenheit aufgearbeitet? Ist es ein Zeichen für eine vollendete Wiedervereinigung, wenn der Ministerpräsident in Brandenburg auch mit den Stimmen ehemaliger Stasi-Mitarbeiter ins Amt gewählt wird?
Stammt zwar eigentlich aus dem Jahre 1981, aber leider habe ich da kein passendes Video gefunden. Sorry.
Zeitgeschehen 1982 in Deutschland (West)
Erst besucht Bundeskanzler Helmut Schmidt US Präsident Reagan in den USA, um Meinungsverschiedenheiten bei der Beurteilung der Polenkrise beizulegen (Januar), dann kommt Reagan zum Staatsbesuch nach Bonn (Juni). Dieser wird begleitet von der bis dahin größten Friedensdemonstration (über 400.000 Menschen in Bonn) in Deutschland. Bereits die Ostermärsche sahen in der Republik etwa eine halbe Mio. Teilnehmer.
Erster NATO-Gipfel in der Bundesrepublik. Er sieht sich mit 350.000 Demonstranten gegen die Aufrüstungspolitik konfrontiert.
Die Demonstrationslandschaft in der Bundesrepublik wird um Bürgerproteste gegen den Ausbau des Flughafens Frankfurt am Main (Startbahn West) erweitert. In einer Schlacht zwischen 10.000 Demonstranten und der Polizei werden am 30.1. weit über 100 Personen verletzt.
Bei Anschlägen der “Revolutionären Zellen” auf zwei Betriebe, die am Bau des Frankfurter Flughafens beteiligt sind, kommt es zu einem Sachschaden von über 100.000 DM.