Dass Deutschland zu den Ländern in Europa gehört, in dem Lebensmittel relativ gesehen mit am billigsten sind, wundert nicht, wenn man an das sich hierzulande besonders pestilenzartig ausbreitende Discountersystem denkt. Die Folgen sind aber auch unübersehbar, nämlich die Verschwendung von wertvollen Ressourcen – viele Lebensmittel wandern einfach auf den Müll, oft direkt vom Supermarkt in den Container, weil eine Packung angestoßen ist o.ä. Die WDR-Sendung markt brachte unlängst einen Bericht über das „Containern“ und ließ dabei sogar konsum- und systemkritische Töne dabei durchblicken (leider ist die gelungene kritische Anmoderation des Beitrags nicht mit bei YouTube archiviert) – „Lebensmittel: Milliarden im Müll“
Nach Berechnungen der Gesellschaft für Konsumforschung landen pro Haushalt jedes Jahr Lebensmittel im Wert von etwa 387 Euro im Müll. Das entspräche etwa zehn Milliarden Euro bundesweit. Handel und Verbraucher sind gefordert.
Es leistet sich eine Milliarde Steuersubventionen für Übernachtungen in Hotels, Pensionen oder Gasthöfen.
Es leistet sich nicht eine halbe Milliarde für die Erhöhung des Kindergeldes für Familien, die auf Hartz IV angewiesen sind.
1,7 Millionen Kinder leben in Deutschland von Hartz IV.
In Schwerin sind das 37,6 % aller Kinder unter 15 Jahren. In Berlin 35,9% und selbst im reichen Düsseldorf 21,9%, also fast jedes fünfte Kind.
Wie soll das gehen, wenn schon die warme Mittagsmahlzeit in der Schule 2 Euro kostet? Was ist mit Schulbüchern, Papier und Stiften? Von einem Computer und Internetanschluss ganz zu schweigen?
Ja, so heißt es, jetzt werde doch der Kinderfreibetrag und das Kindergeld erhöht.
Oh, Mist. Die Firma Sanicare ist auch mit dabei. Bei denen hatte ich erst letztens was bestellt und war schon über den “angenehmen Preis” erstaunt. Und dann das!