Tagesschau: „Hartz IV ist schiefgegangen“
Für die Politik ist Hartz IV aber ein Erfolg wenn Menschen in Armut leben, sich selber töten, Obdachlos werden oder keine Zähne mehr im Mund haben. „Schiefgegangen“ ist ein zu leichtes und niedliches Wort dafür.
Heute in der Tagesschau: „Hartz IV ist schiefgegangen“
Schäfer: Im früheren Sozialhilfesystem gab es zum Beispiel die Möglichkeit, in besonderen Lebenssituationen, etwa wenn ein Kühlschrank kaputtgegangen war, einen neuen zu beantragen. Das müssen die Menschen jetzt aus dem normalen Hartz IV-Satz ansparen. Hinzu kommt: Bevor sie Hartz IV-Leistungen erhalten, müssen sie noch in Kauf nehmen, dass ihr angespartes Vermögen – bis auf das sogenannte Schonvermögen – aufgezehrt wird.
Das heißt: Die Leute, die unter Umständen jahrelang vorgesorgt, beziehungsweise Konsumverzicht betrieben haben, werden durch die Arbeitslosigkeit doppelt belastet, sobald sie ins Hartz-IV-System absteigen, weil sie den größten Teil ihrer Ersparnis vorher auflösen müssen.