Gedanken zum Jahreswechsel
Mir kommt es vor, als hätte man alle Nachrichten und Zeitungsmeldungen vor ihrer Verbreitung vorsorglich dick in Watte gepackt. Mir kommt es vor, als säßen die Will und der Plasberg mit ihren Gästen hinter dicken Schallschutzfenstern, wo die Talker lautlos die Lippen bewegen und die zahlende Schar der Studiogäste aufs verabredete Zeichen hin die Hände geräuschlos zum Applaus bewegt. Ich höre nichts Neues mehr. Nur ewig Gleiches, eintönig aufgeregtes Gerede, wie das ewig gleiche, eintönig-aufgeregte Plätschern und Gurgeln des Wassers über einem Kiesel im Bach.