Roland K. aus Frankfurt denkt innovativ. Er ist jener vielgepriesene Typus Staatsbürger, der mit kraftvoller Dynamik und selbstloser Rührigkeit, die Gesellschaft zu einem Hort günstigerer Lebensumstände wandelt. Er schwatzt nicht nur, er schöpft und gestaltet, legt Hand an, wo andere nur Zungen schnalzen lassen. Roland K. schafft Mut, er schafft Hilfe zur Selbsthilfe, schafft Beschäftigung. Indem er ausspricht, was andere sich auszusprechen nicht trauen, eröffnet er neue Märkte, stößt er in frische Beschäftigungsfelder vor, expandiert er an neue Gestade.
Roland K. ist ein Macher, kein Klatschweib - er gehört zu gebrauchten Sorte, ist Mann von Format, Visionär und Antreiber. Wo er spricht, erheben sich die Faulpelze von ihren opulent verzierten, mit elegantem Brokat überzogenen Chaiselonguen, wie weiland Gelähmte von Jesu auferlegter Hand. Sie richten sich auf, recken ihrem Heiland die sonst so phlegmatischen Hände entgegen, ziehen sich hie und da die hinabrutschenden Jeanshosen aus elegantem Hause über die mit Kaviar wohlgenährten Ranzen und danken für die erlösenden Worte des Propheten. Roland K. mobilisiert, treibt an, macht Blinde sehend, Lahme gehend, Stumme sprechend.
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