Corni.de - Gedanken zum Alltag

Wir betrachten die Dinge nicht nur von verschiedenen Seiten, sondern auch mit verschiedenen Augen; wir hüten uns, sie gleich zu finden.
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Soviel Wahrheit in 3 Sätzen findet man äußerst selten

Festhalten hier kommt es: In Zeiten wie diesen nimmt man jede Hilfe, die man kriegen kann. Daher: Das Wunder von Nürnberg! Klick

Oder: Wie sich die Arbeitsmarktstatistik vor der NRW-Wahl linear in Richtung Wahlkampfziel entwickelt.

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Franzosen sollen in Tunesien für 137 Euro im Monat arbeiten

still lifeDen Gipfel des Zynismus erreicht der Reifenhersteller Continental mit einem provokativen Angebot an seine Arbeiterschaft.

Der deutsche Reifenhersteller Continental hat in Frankreich entlassenen Beschäftigten vorgeschlagen, für 137 Euro monatlich in Tunesien weiterzuarbeiten. Den Mitarbeitern des im Januar geschlossenen Werkes im nordfranzösischen Clairoix seien gemäss den arbeitsrechtlichen Vorschriften freie Stellen in einem tunesischen Continental-Werk angeboten worden, sagte ein Unternehmenssprecher am Montagabend.

Die Gewerkschaft CGT bezeichnete das Angebot als «Provokation» und «zynisch». «Nicht einmal die Tunesier wollen diese Arbeitsplätze», sagte Gewerkschaftsvertreter Xavier Mathieu.

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Krieg als Normalzustand

Remembrance Day 2008Von Frank Benedikt | Oeffinger Freidenker | – Nachdem sich der Krieg im Irak unlängst zu einem siebenjährigen ausgewachsen hat, der medial aber kaum noch Beachtung findet, da es dort “recht ruhig geworden” scheint, ein kurzer Blick auf den Stand der Dinge dort, in Afghanistan und auf “Ökonomie”.

Im nunmehr achten Jahr der US-geführten Invasion ist der Irak immer noch nicht zur Ruhe gekommen, auch wenn er zumindest bei den europäischen Medien unterhalb des Ereignishorizonts gerutscht zu sein scheint und als quasi befriedet gilt.

“Befriedet” aber sieht anders aus als das Bild, das allein die IBC-Statistik vom 22. bis zum 28. März zeichnet: Während die jüngsten Bombenanschläge in Moskau ein weltweites mediales Echo erzeugten, stellt sich die Frage, warum beispielsweise der Anschlag von Khalis am letzten Freitag, bei dem mehr Menschen getötet wurden, in den Medien praktisch keine Resonanz fand.

Liegt es daran, dass wir inzwischen Bombenanschläge im Irak als “normal” empfinden und dies somit nicht mehr “News” sind oder ist es amtlichen Versuchen geschuldet, die Lage zunehmend als “stabil bis ruhig” zu propagieren?

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Unterhaltsvorschuss – Armutsrisiko für Alleinerziehende

Die Familienleistungen für Alleinerziehende sind unzureichend und lückenhaft. Das bestätigt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE (BT-Drs. 17/989). Das Problem bei der jetzigen Förderpraxis ist die doppelte Anrechnung des Unterhaltsvorschusses. “Durch die Berücksichtigung […] der UVG-Leistung […] als Einkommen auch beim Wohngeld reicht der Kinderzuschlag nicht aus, um die Hilfebedürftigkeit zu vermeiden, obwohl der elterliche Bedarf mit eigenem Einkommen gedeckt ist”, heißt es dazu in der Antwort. Speziell Alleinerziehende profitieren deshalb in der Regel nicht vom Kinderzuschlag und sind auf Hartz IV angewiesen.

Der familienpolitische Sprecher der Fraktion, Jörn Wunderlich, erklärt dazu:

“Völlig ohne Not drängt die Bundesregierung Alleinerziehende in Hartz IV, statt ihnen zu helfen. Es ist unglaublich, dass die Bundesregierung hier keinen Handlungsbedarf sieht. DIE LINKE fordert seit langem, Unterhalt und Unterhaltsvorschuss bis zur Höhe des Mindestunterhalts beim Wohngeld nicht als Einkommen zu berücksichtigen. So würde die Lücke geschlossen und Tausenden von Alleinerziehenden und ihren Kindern unmittelbar geholfen.

Die Bundesfamilienministerin sollte endlich damit aufhören, Alleinerziehenden ständig zu benachteiligen. Wird die doppelte Anrechnungspraxis aufgehoben, könnten grade Alleinerziehende den Kinderzuschlag erhalten und so vor Hartz IV bewahrt werden.”

Quelle: Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Pressestelle

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Regelungen zur Leiharbeit werden seit Jahren aufgeweicht

März 30th, 2010 Posted in ALG II, Arbeit Tags: , , , , , , ,

Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz ( AÜG) von 1972 regelt die gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitnehmern. Davor war der Verleih von Beschäftigten 30 Jahre verboten.

Das AÜG diente ursprünglich dazu, den sozialen Schutz der Leiharbeiter sicherzustellen , demnach durfte keiner länger als drei Monate an den gleichen Betrieb verliehen werden. 2002 wurde diese Zeit auf zwölf beziehungsweise 24 Monate ausgedehnt, wenn Leiharbeiter den gleichen Lohn erhalten haben wie das Stammpersonal.

Mit der Hartz-Reform fielen 2003 weitere Hürden. Seither lässt das AÜG unbefristete Leiharbeit zu, und es darf vom Gleichbehandlungsgrundsatz abgewichen werden.

Quelle: www.stuttgarter-nachrichten.de

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Die Staatsmännische, Angela Merkel

März 30th, 2010 Posted in Politik Tags: , , ,

cdu_merkel_verfassungsgegnerInnenpolitisch mit drögem Blick, verdöst in Stellungnahmen, häufig benebelt in der Debatte, blüht Angela Merkel immer dann auf, wenn sie die deutschen Grenzen überwunden hat.

Das heißt, sie blüht nicht unbedingt selbst auf: sie wird blühend gemacht. Auf internationalem Parkett wird aus der innenpolitischen Schlaftablette mit Pagenschnitt, eine stahlharte, unbarmherzige Staatsfrau, die unerbitterlich ihren überstaatlichen Nimbus als iron lady speist.

Man macht sie zur Retterin von Klimakonferenzen, zur europäischen Wohlstandswahrerin, zur unnachgiebigen Nein-Sagerin, zum defensor fidei des wirtschaftlichen Europa - das Schlafpulver mit Richtlinienkompetenz, es wird verbrämt, wird umgeschrieben und mit passenden Bildern unterstrichen.

Im Inlande vor Müdigkeit nuschelnd, liest sie im Ausland mit erhobener Stimme Leviten, deutelt mit dem Finger, putzt herunter, bleibt entschieden und strikt, weicht kaum einen Zentimeter zurück. Eine aufgehende, energische Person, die in dieser Weise innerhalb Deutschlands unbekannt ist.

Hier weiterlesen: http://ad-sinistram.blogspot.com/2010/03/facie-prima.html

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Lufthansa-Tochter gründet eigene Zeitarbeitsfirma und kündigt fristlos

GOAL!Die Lufthansa-Tochter, die im Krisenjahr 2009 um knapp zehn Prozent auf gut 2,1 Milliarden Euro Umsatz zurückfiel, beabsichtige, eine eigene Zeitarbeitsfirma zu gründen. Ziel sei es, Lohn- und Gehaltstarife durchzusetzen, die deutlich unter dem im Unternehmen noch geltenden Konzerntarifvertrag lägen.

Quelle: bertjensen.ch

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Zocker-Banken müssen zahlen und nicht Sparkassen und Volksbanken

“Mit 1,2 Milliarden Euro, die die Bankenabgabe jährlich einbringen soll, lässt sich keine zukünftige Finanzkrise schultern”, so Axel Troost zur Diskussion um die Ausgestaltung einer Bankenabgabe.

Der finanzpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE weiter:

“Am Anfang der Bankenabgabe stand das Ziel, sich bei den Banken, die die Krise verursacht haben, einen Teil der Krisenkosten zurück zu holen. Eigentlich müsste sie daher ‚Abgabe für Zocker-Banken‘ heißen. Bundesfinanzminister Schäuble sollte sich auf den ursprünglichen Zweck der Bankenabgabe besinnen. Dann bräuchte man auch nicht zu streiten, ob Sparkassen und Volksbanken die Bankenabgabe zahlen müssen. Beide haben kaum zur Krise beigetragen und müssten so auch nichts bezahlen.

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TV-Kritik “Anne Will”: Nichts hören, nichts sehen

März 30th, 2010 Posted in Arbeit, Politik, Soziales Tags: , , , , , , ,

Swamp TV.Die Runde bei Anne Will am gestrigen Abend war effektvoll zusammengesetzt: Denn wenn es um das Thema befristete Arbeitsverträge und Lohndumping geht, kann man der Putzfrau Susanne Neumann aus Gelsenkirchen nichts vormachen. Sie macht den Job seit fast 30 Jahren und engagiert sich überdies als Betriebsrätin.

Es braucht nur eine kleine Reinigungskraft mit grellrot gefärbten Haaren, die sich gewerkschaftlich engagiert, und diese Wahrheit klingt lauter als alle Schönfärberei. Kein Wunder, dass die Marktliberalisierer Angst vor Betriebsräten haben.

Quelle: FR-Online

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Spitzengehälter für Manager – der Mythos vom weltweiten Arbeitsmarkt

März 30th, 2010 Posted in Arbeit, Finanzwirtschaft Tags: , , ,

Ist es der internationale Wettbewerb um die besten Köpfe, der die Bezahlung von Topmanagern in die Höhe treibt? Empirische Studien nähren Zweifel: Weltweit besetzen Unternehmen Spitzenpositionen überwiegend mit Landsleuten, vorzugsweise aus dem eigenen Haus.

Quelle: Böckler Impuls [PDF - 137 KB]

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