Von Duckhome | Eine 10,9-Milliarden-Subvention für Unternehmen, die ihr “Geschäftsmodell” darauf aufbauen, die eigenen Beschäftigten absichtlich unterhalb des Existenzminimums zu bezahlen. Natürlich mit den üblichen Floskeln wie “sonst fallen die Arbeitsplätze weg“, oder auch “dann erledigt man den Job eben in China“. Was natürlich vollkommener Schwachsinn ist und ein deutliches Licht auf die Intelligenz derjenigen wirft, die solchen Unfug verbreiten.
Denn Niedriglöhner sind hierzulande beispielsweise Security-Leute. Und natürlich wird die Frankfurter Disco dann von China aus bewacht, wenn dort ein Mindestlohn herrscht, gell? Auch zum Haare schneiden fährt man mal eben rüber nach Polen. Von Berlin aus sind das ja nur 120 Kilometer einfache Strecke und bei den heutigen Spritpreisen lohnt das schon. Gekellnert wird dann auch nur noch von Rumänien aus, wo man sich seine Hochzeitssuppe abholen kann und die Supermarktkasse steht kostengünstig in Indien. Kann man nach dem Shoppen, wenn man eh schon auf dem Nachhauseweg ist, ja auch noch eben rumfahren. Selbst die Financial Times fordert schon Mindestlöhne.
Zitat:
“Die Entwicklung ist unerträglich: Die Zahl der Beschäftigten, die nur einen Minijob haben und zugleich Hartz IV beziehen müssen, ist wieder einmal gestiegen. Diese Minijobinflation schadet sowohl der Wirtschaft als auch dem Staat. Sie schwächt auf Dauer das Einkommen der Konsumenten, ruiniert die Sozialkassen, und Millionen Arbeitnehmern droht die Altersarmut. Für all das muss dann wieder der Steuerzahler aufkommen.”
Was sich natürlich im Binnenmarkt bemerkbar macht: Statistisches Bundesamt: Einzelhandelsumsatz um 2,4 Prozent gesunken
Natürlich fingert das Statistische Bundesamt die einzige positive Zahl aus ihrer Zahlenerfassung heraus, um damit eine regierungsfreundliche Überschrift hinzuzaubern. Gleichzeitig muss man aber selber zugeben, dass der April 2010 einen Verkaufstag mehr hatte als 2009 und zudem die vorgezogenen Ostereinkäufe dieses Jahr zugute kommen. Ostern war 2009 ja erst am 12. April und dieses Jahr schon am 4. April – mit dem 1. April als letzten verkaufsoffenen Arbeitstag vor Karfreitag.
Quelle: Duckhome
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May 6th, 2010
Präventus
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