Posts tagged: Arbeitslos

Mrz 05 2010

Römisches Gelage in der FDP-Geschäftsstelle :)

Darmstadt: Römer besetzen FDP-Geschäftsstelle

Dekandente Römer der Gewerkschaftlichen Arbeitsloseninitiative Darmstadt haben heute die FDP-Geschäftsstelle in Darmstadt heimgesucht. Das ausgiebige Gelage fand zwischen den Portraits von Guido Westerwelle und den regionalen FDP-Größen auf und unter den Tischen statt.
Hartz IV Betroffene besetzten FDP-Büro + Bilder

Verkleidet als dekadente Römer besetzten Hartz IV Betroffene die Geschäftsstelle der FDP in Darmstadt, um gegen die diffamierenden Äußerungen von Westerwelle zu demonstrieren.

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Feb 21 2010

Heiner Geißler im Interview - “Hartz IV zerstört die Würde der Menschen”

Der CDU-Sozialpolitiker und frühere Familienminister Heiner Geißler fordert, dass älteren Arbeitslosen der Rentenzugang erleichtert werden sollte. Dem WESER-KURIER sagte er, dass man Menschen nur eine menschenwürdige Arbeit zumuten könne, von der man auch leben kann.

WESER-KURIER: Herr Geißler, ist Guido Westerwelle der Totengräber des deutschen Sozialstaates?
Heiner Geißler: Das würde auch einer nicht hinkriegen, der von der Materie mehr versteht als er. Aber er macht einen schweren Fehler, weil er das Klima verändert, innerhalb dessen wir diskutieren. Die Frage des Lohnabstandsgebotes begleitet uns seit drei Jahrzehnten. Natürlich ist es schlecht, wenn Leute, die arbeiten, mit ihrem Verdienst nur knapp über der Sozialhilfe oder heute Hartz IV liegen. Das ist auch innerhalb der CDU immer wieder erörtert worden - aber wir sind nicht auf den Leuten herumgetrampelt. Denn die Arbeitslosen können überhaupt nichts für den geringen Lohnabstand. Sie sind arbeitslos, weil zum Beispiel die eigene Firma pleite gemacht hat. Wenn die nun dauernd hören, dass sie - weil sie keine Arbeit finden - zu viel Geld bekommen, dann zerstört man die Würde dieser Menschen. Das ist das Üble an dieser Debatte…

Hier der ganze Beitrag im WESER-KURIER  (Klick)

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Feb 12 2010

Das Ende der Arbeitsgesellschaft, oder Arbeitslosigkeit ist Erfolg

butterfliesSchlimm ist die aktuelle Lage der hohen Arbeitslosigkeit nur, weil wir sie immer nur von einer Seite betrachten: Als Mangelzustand. Ohne Erwerbsarbeit ist der Mensch kein Mensch, dabei ist das Fiasko der Arbeitsgesellschaft nichts weiter als der Erfolg des Kapitalismus, schreibt Lotter. Die Eigenschaft des Kapitalismus, mit immer weniger Leistung immer bessere Ergebnisse zu erzielen, schafft Arbeitslosigkeit. Doch schlecht erscheint das nur, weil wir darin nicht unsere wirklichen Erfolge sehen. Tatsächlich ist die Automatisierung ein Segen, kein Fluch. Sie ist höchst erfolgreich, wenngleich die Auswirkungen im alten Sozialsystem nicht mehr ankommen können. Denn die Quelle des alten Sozialstaates war Arbeit, die man in Geld tauschte. Heute wird Arbeit durch technologischen Fortschritt immer überflüssiger.

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Jan 30 2010

Wer schützt Erwerbslose vor hessischer CDU?

One last timeNun auch Familienministerin Köhler in die Hartz IV-Hetzkampagne eingestiegen

Gut 10 Tage vor der Urteilsverkündung des Bundesverfassungsgerichts ist nun auch Bundesfamilienministerin Köhler in Hartz IV-Hetzkampagne eingestiegen. Damit bekommt ihr hessischer Parteifreund und Ministerpräsident Roland Koch prominente Unterstützung aus dem Lager der Bundesregierung. Köhler sagte der “Bild am Sonntag”, für Arbeitslose würden sich viele reguläre Vollzeit-Jobs kaum lohnen.

Eine Familie mit zwei Kindern könne mit Hartz IV bis 1.680 Euro netto im Monat erhalten. Das müsse ein Arbeitnehmer erst mal verdienen. Es gehe darum, die Schwachen zu schützen, und das “auch vor den Faulen”, so die Bundesfamilienministerin. Das Erwerbslosen Forum Deutschland warf Köhler vor, mit bewusst falschen Zahlen Sozialneid zu schüren und so zur Spaltung von Erwerbstätigen und Erwerbslosen beizutragen. „Wer so den Familien ins Gesicht schlägt, hat in der verantwortungsvollen Position einer Familienministerin nichts zu suchen“, sagte Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland.

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Jan 27 2010

Schlecht beraten und abgeschoben…

oder, die  sinnlosen Qualifizierungsmaßnahmen für Arbeitslose

„Hunderttausende Arbeitslose sind in teuer bezahlten Förderungen vom
Bewerbungstraining bis zur Weiterbildung. Doch diese Kurse sind oft
Zeitverschwendung. Andere Arbeitslose wiederum kämpfen - vergeblich - für
eine für sie passende Qualifizierung. report MÜNCHEN über die Willkür der
Ämter und die Wut der Betroffenen…“

Text der Sendung von report München vom 18.01.2010
von Marie von Malinckrodt und Pia Dangelmayer

http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-qualifizierungsmassnahmen-arbeitslose-ID1263560209634.xml

Video der Sendung von report München vom 18.01.2010
http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-video-qualifizierungsmassnahmen-ID1263855902053.xml

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Jan 15 2010

Springers glückliche Sklaven

News Paper Origami Dragon MonsterAllmählich stellt sich wieder etwas mehr Ordnung ein in der deutschen Medienlandschaft. Durch die Bankenkrise haben einige Medien, die jahrelang keinen Knall gehört haben, immerhin ein paar Trümmer gesehen und schwenken hier und da von der neoliberalen Kampflinie ab. Einige wenige dürfen sogar mit Recht als “kritisch” eingestuft werden.

Und weil derlei Normalität einkehrt, sind auch die Produkte des Springer-Verlags wieder besser erkennbar in ihrem billigen Kunsthandwerk des Verblendens und Verblödens.

Was die “Welt” da heute auftischt, schwitzt schon ideologische Verzweiflung aus. Ein “Segen” sei der neue Sklavenmarkt aus Arbeitszwang und Hungerlöhnen. Der ökonomische “Erfolg” der Lohndrückerei wird anhand unbelegter, erlogener und wirr interpretierter Zahlen als die übliche Brühe serviert. Soweit kann man sich das Lesen wie immer sparen.

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Nov 22 2009

30 Konzerne – 20,3 Milliarden Dividende

liverpoolstreetDie “30 größten börsennotierten Unternehmen” werden Anfang 2010 rund 20,3 Milliarden Euro an Dividende für das Jahr 2009 an ihre Aktionäre ausschütten. So berichtet das “Handelsblatt”. Hunderte von Milliarden werden zur “Rettung” maroder Banken verschleudert.

Mit sogenannten “Konjunkturpaketen” werden etliche dieser Konzerne aufgepäppelt. Und wenn es nach den Wirtschaftsliberalen aus Guido Monsterwelles “Freier Demokratischer Partei” geht, werden diese Nimmersatte auch noch mit satten Steuersenkungen belohnt. Und wer zahlt’s? Die graue Masse derer, die gemeinhin als Steuerzahler bezeichnet werden. Derer, die im Zweifel in den Knast wandern, wenn sie mal ein paar Euro an Steuern “hinterziehen”.20,3 Milliarden für ein paar hundert Hanseln! Das ist für jeden einzelnen von diesen schon wieder Casino spielenden Raffzähnen ein happiger Batzen, von dem andere fast ein Leben lang leben könnten.

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Okt 28 2009

Bitte halten sie ihre Papiere bereit, wir nähern uns der Armutsgrenze

Die neuen US-Armutsberichte lassen auch auf dieses Land rückschließen.

Es ist ja kaum zu verhindern, aber man ärgert sich doch jedesmal, wenn man bemerkt, dass einem eine eigentlich wichtige Nachricht durchgerutscht ist, dass man sie nicht mitbekommen hat.

So ging es mir gestern auch mit dem kurzen Hinweis unseres Haus- und Hofkannibalen auf die Armutsuntersuchung in den US of A und den daraus resultierenden Schwierigkeiten und Disharmonien zwischen den sie deutenden Kristallkugelkoryphäen.

Nicht, dass es besonders erhebend wäre, davon zu lesen, welch’ unglaubliches Ausmaß das Elend in einem Land angenommen hat, das es sich gleichwohl leistet, mit völlig verfehlten Militär-strategien – und ohne jedes Kriegsziel – in gleich zwei Ländern des Mittleren Ostens Krieg zu führen, so, als würden Irak und Afghanistan nur deswegen mit Gewalt und Waffengeklirr überzogen, damit ihr Kriegsgegner, die sogenannte „letzte verbliebene Weltmacht“ nicht noch weiter in der Liste abrutscht, in der die Entwicklungsländer dieser Welt verzeichnet sind. Read more »

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Okt 21 2009

Das Arbeitkräfteangebot sinkt in Ostdeutschland…

…bis 2025 um mehr als ein Fünftel

Das Arbeitskräfteangebot in den neuen Bundesländern und Berlin wird aus demografischen Gründen bis 2025 voraussichtlich um mehr als 2 Millionen schrumpfen – von derzeit etwa 9,4 Millionen auf rund 7,4 Millionen. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Zugleich wird die Zahl der Beschäftigten nur um rund 200.000 auf etwa 6,9 Millionen Personen zurückgehen. Rein rechnerisch könnte sich deshalb die Unterbeschäftigung – also die Summe von registrierter Arbeitslosigkeit und der sogenannten „Stillen Reserve“ – in Ostdeutschland bis 2025 um mehr als drei Viertel auf rund eine halbe Million Personen reduzieren, so die Autoren der IAB-Studie. Ohne verstärkte Bildungsanstrengungen bestehe jedoch die Gefahr, dass es stattdessen zu einem Fachkräftemangel bei immer noch hoher Arbeitslosigkeit kommt. Read more »

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Okt 09 2009

Bürgergeld provoziert soziale Unruhen

StrandedUnpraktikables bei FDP hoch im Kurs: Bei manchen Programmpunkten der laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und FDP ist der Bürger geneigt zu glauben, die Ergebnisse der Pisa-Studien zeigten sich zwischenzeitlich auch schon bei unseren politischen Volksführern in gar beängstigender Weise.

Anders jedenfalls kann er sich den doch sehr unausgereiften Vorstoß der Freien Demokraten kaum erklären, ein sogenanntes „Bürgergeld“ anstelle des Arbeitslosengelds II einzuführen.

Mogelpackung mit hoher Aufwandsgarantie

Zunächst einmal hört sich das propagandistische Stück Arbeit um das Hartz IV ersetzende Bürgergeld recht gut an, was sich bei näherer Betrachtung aber längst nicht als Meisterstück entpuppt. Während dem Bürger vorgegaukelt wird, es handele sich hierbei um die Vereinfachung aller Sozialleistungen mit geringerem Behördenaufwand, so ist dies geradezu das Gegenteil. Da das Bürgergeld nach dieserlei Vorschlägen künftig ausschließlich von Deutschlands Finanzämtern gezahlt und verwaltet werden soll, ist allein hier schon mit einem gigantischen sozialbürokratischen Umbau zu rechnen. Read more »

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Okt 06 2009

Das liebe Vieh und der “aktivierte Bürger”

No Fear!Dem Zoodirektor waren die Löwen im Käfig zu träge. Also beschloss er den Viechern nichts mehr zu fressen zu geben und erfreute sich am fröhlichen Fauchen der Katzen, die sich -wenn sie nicht eines Besuchers habheft werden- irgendwann gegenseitg auffressen. Wer das für Tierquälerei hält ist nicht up to date und kennt sich im Neusprech nicht aus: Die Tiere werde nicht gequält, sondern aktiviert.

So in etwas muss man sich vorstellen, was die FTP meint, es ginge darum, die Bedürftigen zu “aktivieren”, was Sinn und Zweck des Bürgergelds ist. Wir haben ja bekanntlich nur noch deshalb ein paar Arbeitslose, weil es “zu viele Schmarotzer in diesem Land” gibt -sagt Guido. Um das realistisch abzubilden zählen wir auch nur noch 54% der Arbeitslosen und streichen den Rest aus der Statistik einfach raus.

Wer sich mit Wirtschaft nicht so auskennt und vielleicht etwas veraltete Vorstellungen davon hat, was Arbeit ist: Arbeitsplätze entstehen in dem Moment, in dem jemand arbeitet und irgendjemand dafür zahlt. Das beinhaltet nicht, dass er davon leben können muss. Deshalb vernichten ja auch Mindestlöhne Arbeitsplätze. OK einige sagen, ein Arbeitsplatz, der nicht zum Leben reicht ist eigentlich keiner- aber hey, wer so denkt würde nicht FDP oder CDU wählen oder?

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Sep 28 2009

Erwerbslose sind keine Verbrecher,…

…Hartz IV ist ein Verbrechen! Ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Ne, echt, das kanns doch wirklich nicht sein. Dass Mensch einen Anwalt braucht nur weil er arbeitslos geworden ist, ständig klagen muss und vors Gericht ziehen. Was soll denn das? Wieso tun wir uns so was überhaupt an?! Hartz IV muss weg und zwar schnellstmöglich. Es macht auch keinen Sinn, sich durch abartige Eingliederungsvereinbarungen durchzumogeln, sich irgendwo pro forma zu bewerben wo man für einen Hungerlohn arbeiten müsste, oder wo man erst gar nicht arbeiten könnte, weil man entweder die vorgegebene Arbeitszeit nicht wahrnehmen kann, weil man Kinder zu versorgen hat, oder weil man gar nicht qualifiziert ist.

Ich will auch keinen Fallmanager vorher um Erlaubnis fragen müssen, wenn ich zu meiner kranken Mutter fahren muss oder sonst irgendwohin, wenn ich mal 2 Tage die Stadt verlassen will, zu einer Demo, oder zu einer Familienfeier fahre. Ich bin weder ein Verbrecher noch brauche ich einen Bewährungshelfer. In was für einem Staat leben wir hier eigentlich? Ist ja bald schlimmer als in der DDR und in einem faschistischen Staat zusammen! Umsonst arbeiten, die Wirtschaft ankurbeln, für wen?!

Heute las ich von einem Fall, wo sich ein Familienvater für die Rechte anderer Erwerbslosen, insbesondere für die von Kindern die der Hartz IV Willkür ausgeliefert sind einsetzt und dann, auf offener Straße attackiert wird, die Familie verfolgt und verbal angegriffen wird, sodass der Mann nun sein Engagement aufgibt, um seine Familie zu schützen. Leben wir hier im Krieg? Erwerbstätige gegen Arbeitslose, Arbeitgeber gegen Arbeitnehmer, Kollegen gegen Kollegen? Und wer profitiert von diesem Krieg? Einige wenige Lobbyisten. Um deren Reichtum zu vermehren, metzeln wir uns gegenseitig nieder?! Was für ein Wahnsinn! Höchste Zeit diesem Wahnsinn ein für alle mal ein Ende zu setzen. Armut und Unrecht, egal wo auf der Welt, gehören endlich abgeschafft.Wählen wir Hartz IV endlich ab. Und die weltweite Armut durch Plünderung, Umweltzerstörung und Krieg gleich mit.

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Aug 22 2009

Hartz IV: ALG I nach befristeter Beschäftigung

Wer nur kurzweilig angestellt war, hat möglicherweise auch einen Arbeitslosengeld Eins Anspruch. Das verhindert ein Abrutschen in Hartz IV. Die Neuregelung ist bereits seit dem ersten August 2009 gültig
Arbeitslosengeld I (ALG-I) nach kurzzeitiger und befristetem Beschäftigungsverhältnis. Neuregelung kann das Abrutschen in den Hartz IV- Bezug verhindern

Seit dem 1. August gilt, wer nur kurzweilig bei einem Arbeitgeber beschäftigt war, verwirkt damit nicht seinen Anspruch auf das Arbeitslosengeld I. Read more »

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Aug 07 2009

Sozialbudget vs. Arbeitslosigkeit

10 /365Man könnte wohl den ganzen Tag Lügen aufdecken, die durch die Presse geistern. Leider habe ich nicht soviel Zeit. Außerdem gerade die Schweinegrippe. Darum habe ich mich einfach mal um eine ganz dicke Lüge gekümmert, die in den letzten Wochen die Republik geschockt hat: die Sozialbudgetlüge.

Kann sich noch jemand dran erinnern, an das Geschrei?
Jeder dritte verdiente Euro wird für “Soziales” ausgegeben, eine Riesenkatastrophe, die uns alle … mal wieder … ganz sicher in den Untergang treiben wird. Fragt man mal jemand: was ist das denn eigentlich, das Sozialbudget, dann gucken alle wie Auto.

“Na klar, die faulen, schmarotzenden Arbeitslosen” kommt dann wahrscheinlich irgendwann von ganz hinten ein bierbeschwerter Kommentar. Read more »

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Aug 04 2009

BA hat nur 269.000 von der Wirtschaft gemeldete Stellen im Bestand

Arbeitsamt in GießenZu den am Wochenende geäußerten Vorwürfen, der hohe Bestand gemeldeter Stellen sei Ausdruck der Ineffizienz der Vermittlung durch die Bundesagentur für Arbeit (BA), ist Folgendes festzustellen.

1. Die BA weist in der monatlichen Berichterstattung über den Arbeitsmarkt die Zahl der bei der BA gemeldeten Stellen aus. Diese Größe enthält sowohl die von Wirtschaft und Behörden gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen als auch die Stellen am so genannten zweiten Arbeitsmarkt (ABM-Stellen und Arbeitsgelegenheiten). Der aktuelle Monatsbericht der BA klärt auf: „Von allen gemeldeten Stellen entfielen 56 Prozent oder 269.000 auf ungeförderte Stellen für „normale“ sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Das waren ebenso viele wie vor einem Monat und 120.000 oder 31 Prozent weniger als vor einem Jahr.“ Read more »

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Aug 03 2009

Hunderttausende Arbeitslose warten seit Monaten auf Kohle

Web 2.0 BetaDie New York Times berichtet, dass das Arbeitslosen-System durch die scharfe Rezession heillos überlastet ist. Die Auszahlung von Schecks an Hunderttausende arbeitslose US-Amerikaner ist schon seit Monaten überfällig.

16 Bundesstaaten können ihr soziales Sicherungssystem nur noch mit geliehenem Geld fortsetzen. Es wird berichtet, dass es bis zum Ende des Jahres 32 Bundesstaaten sein werden.

Neue Arbeitslose müssen oft tagelang in Schlangen stehen, um sich zur Stütze anzumelden. Nur geringe Verzögerungen bedeuten schnell Hunger und den Verlust der Wohnung. Ein System am Rande des Kollapses.

Lesen auf Englisch hier in der New York Times

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Jul 31 2009

Obdachlos im Sozialstaat

sans abriVon weselpower

In unseren Städten begegnen sie uns täglich. Schnorrend, bettelnd, oft versuchen sie uns ihre Obdachlosenzeitung zu verkaufen. Die Obdachlosen.

Mir persönlich sind sie in den letzten Jahren nicht mehr gravierend aufgefallen. Sie gehören einfach zum Stadtbild. Meistens waren es auch immer dieselben Gesichter.

Aber halt!
In den letzten Monaten fiel mir auf, dass zunehmend neue Gesichter hinzukommen. Junge, Alte und auch viele Frauen. Das gab mir zu denken und ich wollte etwas mehr über sie erfahren.
Alleine in Berlin schätzt man, dass es circa 10.000 Wohnungslose gibt, in Hamburg um die 1.300. Diese ungefähren Zahlen sind aus dem Jahre 2002. Heute dürften die Zahlen erschreckender sein. Man schätzt, dass es heute in Deutschland eine Millionen gibt. Read more »

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Mai 23 2009

Jeder vierte neue Erwerbslose fällt direkt in Hartz IV

Über ein Viertel aller Erwerbstätigen, die in den ersten vier Monaten dieses Jahres arbeitslos geworden sind, rutschten nach DGB-Berechnungen direkt in die Hartz IV-Bedürftigkeit. „Eine gefährliche Entwicklung, die sich im Laufe des Jahres wahrscheinlich noch deutlich verschärfen wird“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Donnerstag in Berlin.

440.000 Arbeitskräfte, die in den ersten vier Monaten dieses Jahres ihren Job verloren haben, seien unmittelbar zu Hartz IV-Empfängern geworden. Da sie meist nur kurze Zeit beschäftigt gewesen seien, hätten viele – wegen der der Hartz-Gesetzgebung - keinen Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung.

Der DGB fordert deshalb Sofortmaßnahmen, um die Krisenfolgen abzumildern und Hartz IV zu vermeiden. Als ersten Schritt schlug Buntenbach Erleichterungen bei den Zugangsvoraussetzungen zum Arbeitslosengeld vor.

„Viele prekär Beschäftigte könnten von Hartz IV verschont werden, wenn die gültige zweijährige Rahmenfrist für die notwenigen Beitragszeiten um ein Jahr verlängert wird. So kann der Absturz in Hartz IV wenigstens gebremst und vielleicht sogar verhindert werden“, erklärte Buntenbach.

Um einen Anspruch auf Arbeitslosengeld zu haben, müssen Erwerbslose zuvor mindestens zwölf Monate innerhalb der letzten zwei Jahre Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt haben. Vor der Hartz-Gesetzgebung betrug diese sog. Rahmenfrist noch drei Jahre.

Der Fluch der bösen Tat

Zu der Meldung, dass jeder vierte neue Arbeitslose direkt in Hartz IV fällt, erklärt der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Oskar Lafontaine:

“Das ist der Fluch der bösen Tat, dass sie fortzeugend, immer böses muss gebären.” Dieses Goethe-Zitat beschreibt die fatalen Folgen von Hartz IV und der Agenda 2010 in der Krise.

Mini-Jobs, Leiharbeit und befristete Arbeitsverträge führen zu immer kürzeren Beschäftigungszeiten. Die Deregulierung des Arbeitsmarktes und der damit verbundene Abbau des Kündigungsschutzes sind dafür ursächlich. In der jetzigen Finanz- und Wirtschaftskrise müssen nicht nur die Finanzmärkte rereguliert werden, sondern auch der Arbeitsmarkt. Hartz IV muss weg.”

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Apr 12 2009

Durchbruch am Arbeitsmarkt geplant - 1 Million Erwerbslose weniger ab 2010

Arbeitsamt in GießenArbeitsmarktreform 2010

Laut interner Informationen aus Regierungskreisen soll noch vor der parlamentarischen Sommerpause in Hinsicht auf die zu erwartende dramatische Steigerung der Arbeitslosenzahlen zum Ende des Jahres 2009 ein Eilgesetz zur Schaffung von Arbeitsmöglichkeiten für Erwerbslose verabschiedet werden.

Ein Auszug aus einem geheimen Arbeitspapier spricht von einem “Arbeit für Erwerbslose Gesetz” kurz AEG genannt. Es soll einen voraussichtlichen Investitionsumfang von 10 Mrd. Euro haben und vorrangig der Schaffung klein- und mittelständischer Unternehmen dienen. Man habe aus den Fehlern der als Ich-AG bezeichneten Vorgängerversion zur Förderung Erwerbsloser gelernt. Dieses Investitionsprogramm soll den nachhaltigen Aspekt des Förderns der umstrittenen Agenda 2010 unterstreichen. Berichten zufolge sind bei dieser Entscheidung keine Gegenstimmen der Oppositionsparteien zu erwarten. “Wir wollen nicht nur großen Unternehmen helfen, sondern auch den kleinen und mittelständischen, weil sie das Rückgrat unserer Wirtschaft bilden.”, sagt Angela Merkel. Der Gesetzesentwurf soll im Juni 2009 in den dafür zuständigen Gremien beraten werden, um dem Bundestag noch im Juli 2009 zur Abstimmung vorgelegt werden zu können. Read more »

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Apr 08 2009

Die tatsächlichen (!) Arbeitsmarktzahlen März 2009

Liebe Leser !

Hier nun wieder die Analyse der Arbeitsmarktzahlen. Nicht die, die Herr Weise im Fernsehen erzählt, sondern die tatsächlichen Zahlen.

Arbeitsmarkt März 2009:
Arbeitslose:

Der BA Monatsbericht berichtet von einem ungewöhnlichem Anstieg der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit vom Monat Februar zu März 09. Im Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen von Februar zu März um -110.007 (BA Bericht März 09 Seite 56
Laut BA Bericht wurden im März 09 (Seite 48) 3.585.811 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst. Das waren 33.885 mehr als im Februar 09 und 78.375 als im März 2008 gegenüber November 2008 2.988.444 Personen ist das ein Anstieg von -597.367 Personen in nur 4 Monaten.

Leistungsempfänger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld)

7.918.642 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht März 2009 Seite 48. Das ist ein Anstieg von 40.558 Personen zum Vormonat. Im Vergleich zu November 08 im Vergleich der vorläufige Zahlen, einen Anstieg um -519.331 Leistungsempfänger. (BA Bericht November 7.399.311 Leistungsberechtigte im BA Bericht März 09 auf 7.542.787 Leistungsberechtigte korrigiert) Außer den Leistungsempfängern gab es im November noch 383.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 87 Prozent Leistungen
(siehe Abbildung 11: Arbeitslosigkeit und Leistungsbezug). (BA Bericht März 2009 Seite 18)

Kurzarbeit:

Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit, sagte Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA). Nach vorläufigen Berechnungen der BA waren davon zwischen Januar und März bis zu 1,7 Millionen Menschen betroffen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat März befanden sich 1,58 Millionen Personen ( + 30.000 zum Vormonat Februar) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 6 BA Bericht März 2009)

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