Mrz
16
2010
Zu den Meldungen über die Höhe einer Kopfpauschale und zu den Kosten des Sozialausgleichs erklärt Biggi Bender, Sprecherin für Gesundheitspolitik:
Die Katze ist aus dem Sack. Philipp Rösler nennt endlich Zahlen. 29 Euro soll die Kopfpauschale kosten. Im Gegenzug will er den heutigen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent streichen. Aber auch dann bleibt für einen Durchschnittsverdiener eine monatliche Zusatzbelastung von über sieben Euro. Entlastet werden Gutverdiener.
Das ist nur der Einstiegspreis. Denn bei allem Streit ist die Koalition sich in einem völlig einig: In Zukunft sollen die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen nur noch von den Versicherten bezahlt werden.
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Mrz
08
2010
Die letzten drei Monate waren keine guten für die Klimalügner. Ein Skandal jagte den nächsten. Ebenso verlief es mit der Schweinegrippe.
Doch was geschieht? Nichts. Selbst öffentlich enttarnte Lügen hindern die Propagandisten nicht im Geringsten daran, ihr perverses Lügenspiel unbeeindruckt weiterzuspielen.
Noch unfassbarer aber ist die Reaktion der hiesigen Medien. Diese tun einfach so, als hätten die Skandale gar nicht stattgefunden. Nachdem selbst die unaufgeklärte Masse der Bevölkerung kapiert hat, dass die Schweinegrippe völlig ungefährlich war, ließ sie sich zum Glück für ihre Gesundheit auch nicht auf den Impfwahnsinn ein. Den Umsätzen der Pharmas tat das jedoch keinen Abbruch. Millionenfach liegt das Giftzeug zwar noch in den Kühlregalen der Apotheken, allerdings juckt diese das wenig, da das Zeug von der Allgemeinheit – dem Staat, also uns – bereits bezahlt wurde…
Quelle & Weiterlesen auf: Wahrheiten.org
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Mrz
06
2010
Viel wird ja in der Verlagsbranche darüber gejammert, dass es Zeitungen und Zeitschriften heutzutage so schlecht geht. Ehrlich gesagt finde ich es auch nicht weiter schlimm, wenn das 1000. reklameverseuchte Lifestyle- oder „People“-Magazin den Bach runter geht – diese Art von vermeintlicher Vielfalt im Medienbereich braucht keiner, da diese Hefte eh nur dazu dienen, Werbung an den Mann bzw. die Frau zu bringen und den Konsum anzuheizen.
Umso erfreulicher ist es, wenn sich dieser Tage eine neue Zeitschrift auf dem Markt präsentiert, die eine komplett andere Ausrichtung aufweist: „Oya – anders denken. anders leben“, das sich als neue „kulturkreative Zeitschrift“ versteht. Die Absichten der Köpfe hinter Oya klingen sehr vielversprechend:
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Mrz
01
2010

Nicht lädiert genug für eine Erwerbsminderungsrente, aber auch nicht gesund genug, um auf dem Arbeitsmarkt noch eine realistische Chance zu haben.
Die Hürden für eine Erwerbsminderungsrente sind in Deutschland sehr hoch. Viele Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen müssen darum von Arbeitslosengeld II leben oder vorzeitig in die Altersrente wechseln.
Nicht lädiert genug für eine Erwerbsminderungsrente, aber auch nicht gesund genug, um auf dem Arbeitsmarkt noch eine realistische Chance zu haben – in dieser Lage befinden sich Tausende von Menschen in Deutschland. Pro Jahr werden etwa 160.000 erfolglose Anträge auf eine Erwerbsminderungsrente gestellt, berichtet der neue Altersübergangs-Report. Nur etwa jeder zweite Antrag wird bewilligt.
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Feb
11
2010
“Der Gesundheitsminister spielt beim Thema Zusatzbeiträge ein falsches Spiel. Sein medienwirksames Treffen mit den Spitzen der Krankenkassen ist lediglich der Versuch, dem berechtigten Unmut der Versicherten ein wenig die Spitze zu nehmen”, erklärt Martina Bunge anlässlich des Treffens von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) mit Spitzenvertretern der Gesetzlichen Krankenkassen. “Wer an der Kopfpauschale festhält, dem sind die Zusatzbeiträge als Einstieg willkommen.” Die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:
“Allen Beteiligten ist klar, dass eine dauerhafte Senkung der Arzneimittelausgaben nur mittel- bis langfristig möglich ist. Um Zusatzbeiträge zu stoppen, muss hingegen schnell gehandelt werden. DIE LINKE hat vorgeschlagen, die Quersubvention des Arbeitslosengeldes II (ALG II) durch die gesetzlichen Krankenkassen zu beenden. Würden für ALG-II-Bezieherinnen und -Bezieher die durchschnittlichen Beiträge an die Krankenkassen gezahlt, stünden der GKV fünf Milliarden Euro mehr zur Verfügung und die Zusatzbeiträge wären jetzt unnötig.
Die von den Krankenkassen geforderte Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneien unterstützt DIE LINKE. Diesen Vorschlag haben wir bereits in der letzten Wahlperiode eingebracht, um die Mehrwertsteuer endlich an die europäische Normalität anzupassen. Dagegen gestimmt hat damals auch die FDP, deren Gesundheitsminister nun offenkundig zumindest in dieser Beziehung eines Besseren belehrt wurde.”
Quelle: DIE LINKE. im Bundestag
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Feb
09
2010
Ich kann den Jubel über das Urteil leider nicht teilen. Persönlich glaube ich nicht daran das die Regelsätze erhöht werden.
Heute im Spiegel: Schlupfloch-Urteil gibt Regierung Sparspielraum
Kritisiert haben die Richter allerdings nur, dass der Gesetzgeber bei den Begründungen für all diese Missstände geschludert hat und seinem Ansatz nicht konsequent genug gefolgt ist. Eine bestimmte Methode haben sie indes nicht vorgeschrieben, solange die notwendigen Hilfen in einem “transparenten und sachgerechten Verfahren nach dem tatsächlichen Bedarf” ermittelt werden. Zusätzliche Leistungen sind damit nicht garantiert.
Es gibt sogar Stellschrauben, um Mehrbedarf an anderer Stelle wieder herunterrechnen zu können. So gesteht das Verfassungsgericht bei der Bestimmung des Leistungsumfangs einen “Gestaltungsspielraum” zu, der die “Beurteilung der tatsächlichen Verhältnisse” ebenso umfasst wie die “wertende Einschätzung des notwendigen Bedarfs”.
Dieser Spielraum ist dabei “enger”, wenn es um die “Sicherung der physischen Existenz eines Menschen” geht, also vor allem Wohnung, Heizung, Essen, Kleidung, Gesundheit. Er ist aber “weiter” gefasst, wenn es “Art und Umfang der Möglichkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben” betrifft, also etwa das Auto, Freizeit und Unterhaltung.
Schon die Festlegung auf das untere Fünftel der Bevölkerung als statistische Bezugsgruppe ist nicht zwingend. Das Verfassungsgericht hält sie zwar für “sachgerecht”, schließt aber eine enger gefasste Vergleichsgruppe, etwa das untere Zehntel, mit entsprechend niedrigeren Ausgaben, nicht von vornherein aus. Und auch ob der Gesetzgeber das Existenzminimum “durch Geld-, Sach- oder Dienstleistungen sichert, bleibt grundsätzlich ihm überlassen”.
und in der Zeit: Das Ende der Willkür
Die anschließenden Bedarfsberechnungen waren ein Hohn: Man zog Datensätze des statistischen Bundesamtes zu Rate, in denen aufgelistet war, für was die einkommensschwächsten 20 Prozent der Bevölkerung ihr Geld ausgeben. Man erkannte, dass einige wenige der dort aufgeführten Singles sich auch Pelze und Segelflugzeuge angeschafft hatten. Also zogen die Ministerialbeamten in den Rubriken Kleidung und Freizeit einige Euro ab, verschob ein paar Beträge – und landete am Ende exakt bei 345 Euro.
Noch unverfrorener und ignoranter ging man anschließend bei der Ermittlung der Kindersätze zu Werke, denn hier kam das Ministerium gänzlich ohne Berechnungen aus. Stattdessen wurde der Erwachsenensatz einfach pauschal gekürzt – mit absurden Folgen: Einem Baby steht rechnerisch Geld für Kneipenbesuche zur Verfügung, aber keines für Windeln. Und ein heranwachsender 17-Jähriger hat laut Gesetz exakt 80 Prozent so viel Hunger wie seine Mutter. Geld für Bildung war bei Erwachsenen nicht vorgesehen, also auch nicht für Kinder. Erst später wurde ein – wiederum pauschaler – Betrag für Schulhefte, Stifte und Bücher eingeführt.
Dieser Herrschaft der Willkür hat das Bundesverfassungsgericht heute einen Riegel vorgeschoben. Das ist das Signal dieses großen Urteils. Es hat allen Beteiligten vorgeführt, an welcher schändlichen, menschenverachtenden Politik sie sich beteiligt haben.
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Jan
26
2010
Haben Sie sich schon einmal darüber gewundert, dass Ihnen Ihre Hosen immer öfter vom Hintern rutschen, obwohl die Waage immer noch das Gleiche anzeigt?
Sie können beruhigt sein - Sie werden nicht Magersüchtig, wenn Sie plötzlich auf Kindergrößen zurückgreifen müssen, aber Sie könnten zunehmen wenn Sie glauben abgenommen zu haben.
Schuld daran ist die, sich anpassende, Textilindustrie. Im Zuge der Bundeskleider- Vermessungsaktion legen die Deutschen ja angeblich an den Hüften zu. Haben Sie ja bestimmt schon gehört: Der Deutsche wird immer fetter. Und weil das so sein soll, erzählt man Ihnen, dass Sie keine passenden Bekleidungsstücke mehr im Handel finden. Adidas, Quelle, S.Oliver und Toni Dress haben schliesslich nachgemessen, also wirds schon stimmen. Und genau deswegen passt die Industrie jetzt einfach mal die Konfektionsgrößen ihren Berechnungen an.
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Jan
23
2010
Die abschreckende Wirkung gehört zum täglichen Repertoire der Berichterstattung. Sie erscheint als Begriff in mannigfaltigen Bereichen - im Sozial- und Arbeitswesen ebenso wie bei der Verbrechungseindämmung. Kann man im letzteren Falle noch eine dünne Logik hinter der Verwendung von abschreckenden Wirkungen ausmachen, fällt es in den anderen Bereichen zunehmend in das Feld der Menschenverachtung. Wenn ein Sozialwesen auf abschreckende Wirkungen baut, damit die Bürger verschreckt werden, dann erschrecken alle aufgeklärten Gedankengänge, erschrecken Demokratie und Sozialstaatsgedanke.
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Jan
21
2010
Eine Frau, vielleicht Mitte 30, versucht seit Jahren, immer in der Erkältungszeit, vor fast jeder Nachrichtensendung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, uns weiszumachen, sie habe sich infiziert: “Spätestens Morgen hat es mich dann voll erwischt!”, sagt sie mit krächzender Stimme - und ist doch wunderbarerweise am nächsten Tag immer noch nicht krank - sie fühlt sich nur weiterhin und unermüdlich, Tag für Tag “Voll erwischt.”
Ein quietschfideler Herr im prostatarelevanten Alter träumt nur noch davon, nachts weniger müssen zu müssen - doch dann, oh Schreck, platzt bei ihm die Blase. Tagtäglich. Ekelhaft, auch wenn es nur eine Spruchblase ist. Ein Schwiegervater in spe hält den Fahrer eines großen Autos, das die Umwelt nach Herstellerangaben um einen Deut weniger belastet als die anderen ganz großen Autos, für einen Hippie, dem er seine Tochter unter keinen Umständen anvertrauen möchte. Eine Bank quatscht uns nimmermüde zu, mit ihrem Slogan von der Leistung aus Leidenschaft, und verspricht dem umworbenen Anleger sagenhafte 2,5 % Sparzinsen, ohne auch nur mit einer Silbe zu erwähnen, dass höhere Sparzinsen nur deshalb nicht gezahlt werden können, weil diese das Renditeziel der Eigentümer der Bank, nämlich eine Kapitalrendite von 25 Prozent jährlich zu erreichen, gefährden würden.
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Jan
14
2010
Eigentlich ist es ja einfach: glücklichsein ist alles, was man zum Leben braucht. Weiß ja jeder. Na, nicht ganz jeder. Und da fängts eigentlich schon an.
Weil Glück so wichtig ist, ist es inzwischen käuflich geworden. Nicht das Glück selbst, aber das Versprechen.
“Trinke diesen Kaffee und du wirst glücklich”, “Fahre jenen Reifen, und du wirst glücklich - vor allem in Kurven”, “Schaue diese Serie und du wirst glücklich” … kurzum: besorge Dir alles Geld was du kriegen kannst und das Glück liegt vor der Tür.
So trommelt die Werbeindustrie nach einem halben Jahrhundert auf uns ein.
Man stelle sich vor, die hätten gelogen? Was für ein Skandal. Wir hätten eine ganze Generation ins Unglück geschickt. Für die Rendite von ein paar Menschen, die dadurch auch nicht glücklich werden. Denn das sickert nun langsam an die Oberfläche: Geld macht nicht glücklich.
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Jan
09
2010
Von PPQ | politplatschquatsch | – Es sollte das größte Massensterben seit der Pest im Mittelalter werden, markiert nun aber nur den Moment, an dem die panikschaffende Kraft medialer Bemühungen zum ersten Mal nachdrücklich versagt hat.
Obwohl die später in “neue Grippe” umbenannte “Schweinegrippe” dem Volk über Wochen trommelfeuernd als kommende Pandemie nahegebracht worden war, dachten die meisten Deutschen keine Sekunde daran, sich gegen das unsichtbare Unheil impfen zu lassen. Das hätte jeder wissen können, der auf der Straße danach gefragt hätte – doch um den “Impfwillen” (dpa) nicht noch weiter zu schwächen, wurde darüber lieber geschwiegen.
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Jan
09
2010
Jepp,, dass wird so kommen.
Dadurch werden so viele Menschen gesundheitlich unterversorgt sein und sterben. Liebe junge Menschen, denkt mal über eine Ausbildung im Bestattungsgewerbe nach. Könnte sich wirklich lohnen. Was die CDU und FDP alles möglich machen ist schon enorm. So werden sie auch die von ihnen ungeliebten , unnützen und besonders die verarmten Nicht-Wähler los.
Heute in Heilpraxisnet.de: Kommt das „Hartz-IV Gesundheitssystem“?
Buntenbach befürchtet, dass die Kopfpauschale für einen großen Teil der Bevölkerung nicht bezahlbar sei. Vor allem Rentner und prekär Beschäftigte könnten die Kopfpauschalen nicht bezahlen. Dadurch würden die Versicherten zu „abhängigen Bittstellern des Staates“. Mit dem Umbau des Gesundheitssystems wird eine Art Hartz-IV-System eingeführt, dass „die Gesundheitsversorgung von Millionen Versicherten in Gefahr bringt“, kritisiert Buntenbauch. Die Folge sei, „dass am Ende Leistungen in breiter Front gestrichen und privatisiert werden“…
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Jan
02
2010
Wenn jemand meint, im vergangenen Jahr ist sehr viel negatives passiert und eine Desasterwelle nach der anderen kam auf uns zu, der wird sich noch wundern, denn das neue Jahr wird die Welt verändern, mehr als man sich jetzt überhaupt vorstellen kann.
Sogar Tante Merkel hat bei ihrer Neujahrsansprache gesagt, „Manches wird gerade im neuen Jahr erst noch schwieriger, bevor es wieder besser werden kann“ und mit 2010 beginne “ein neues Jahrzehnt, in dem sich vieles für unser Land entscheiden wird”. Dazu gehöre, “wie wir Gerechtigkeit und Menschlichkeit in einer Welt schützen, die Unrecht, Gewalt und Krieg nicht völlig zu bannen vermag”.
Diese verdammte Heuchlerin. Mich wundert es, warum nicht die ganzen Fernseher in Deutschland während der Übertragung wegen dieser Lügen zerplatz sind. Ihr Gesülze war „same procedure as every year!“
Von wem geht denn überhaupt Unrecht, Gewalt und Krieg aus? Von ihr selber und ihren ganzen Kollegen in den westlichen Regierungen. Wer ist denn für das Massaker der Bundeswehr in Kunduz verantwortlich? Und Obusher hat jetzt Jemen im Visier, der den Nobelkriegspreis erhielt. Nur sie führen Kriege auf der ganzen Welt, besetzen fremde Länder, ermorden Zivilisten und erlauben in Palästina das grösste Unrecht mit Landraub, Apartheidmauer und Massenmord. Der sogenannte zivilisierte Westen und seine blutrünstigen Raubtiere sind die Ursache für alles Leid auf dieser Welt.
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Nov
13
2009
Anlässlich einer Pressekonferenz zur Buchvorstellung „Als Kunde bezeichnet, als Bettler behandelt“ von Dr. Wolfgang Gern und Dr. Franz Segbers beim Diakonischen Werk Hessen Nassau bezeichnete heute der frühere Sozial- und Gesundheitsminister Heiner Geißler CDU das Hartz-IV-Gesetz als grundgesetzwidrig. Die Regelungen des Arbeitslosengeldes II und die Praxis der Jobcenter verstießen gegen den ersten Artikel des Grundgesetzes, wonach die Menschenwürde unantastbar sei. Hartz IV ermögliche kein menschenwürdiges Leben, sagte Geißler heute in Frankfurt am Main.
Die Jobcenter legten die Gesetze grundsätzlich zum Nachteil der Betroffenen aus, sagte Geißler. Wer sich ihren Anordnungen widersetze, dem werde der Regelsatz, für einen volljährigen Haushaltsvorstand 359 Euro im Monat, gekürzt. Die Kürzung einer Leistung unter die Höhe des Existenzminimums sei eine derart schwere Strafe, wie sie in einem Strafprozess kaum verhängt werde. Eine Strafe dürfe nämlich die Existenzgrundlage nicht entziehen.
Geißler bezeichnete das Hartz-IV-Gesetz als das «schlechteste Sozialgesetz», das es je in der Bundesrepublik Deutschland gegeben habe. Es sei erfolglos: Die Zahl der Vollzeitarbeitsplätze habe seither nicht zugenommen. Geißler sagte «erhebliche soziale Unruhen» für den Fall voraus, dass die Arbeitslosigkeit steige und mehr Menschen unter das Hartz-IV-Gesetz fielen.
Der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau und Sprecher der Nationalen Armutskonferenz, Wolfgang Gern, bezeichnete das Hartz-IV-Gesetz als “schwerwiegenden sozialpolitischen Konstruktionsfehler”. Hartz IV leiste keine Integration in den Arbeitsmarkt. “Wir brauchen eine Kehrtwende”, forderte Gern.
BAG Hartz IV, 09.11.2009
Quelle: gegen- hartz.de
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Nov
11
2009

– Hat die Erwerbslosigkeit und das Leben unter Hartz IV Auswirkungen auf das physische und psychische Wohlbefinden der Betroffenen ?
Vermutlich gibt es darüber verschiedene Auffassungen, bei den Betroffenen aber ist die Meinung einhellig ja. Nach dem Arbeitsplatzverlust kam für die meisten sicher erst einmal der Fall ins Ungewisse.
Bekomme ich wieder eine Arbeit? Wie lange werde ich arbeitslos sein? Werde ich meine Lebensstandart halten können? Werde ich jetzt arm werden? Wie wird es weitergehen? Die Angst vor der Arbeitslosigkeit treibt die meisten schon vor dem Eintritt der Arbeitslosigkeit herum. Angst ist der Indikator unserer Zeit. Bei den Meisten, beginnt die Angst mit dem täglichen Gang zum Briefkasten. Wieder ein Brief von Job-Center oder Rechnungen die man gar nicht mehr bezahlen kann? Aus dieser Angst heraus hat es besonders zu Beginn der Hartz-Gesetze eine Vielzahl von Suizidhandlungen gegeben, die die Öffentlichkeit bestürzten.
Dass man im Laufe der letzten fünf Jahre, in denen nun Hartz IV seine Wirkung entfaltet hat, kaum noch etwas von Suizidhandlungen hört, mag einerseits daran liegen, dass sich viele an dies Lebensform gewöhnt haben, der große Schreck vor der Veränderung verloren ging. Zufriedenheit findet heute auf einem wesentlich niedrigen, unnötig heruntergewirtschafteten Niveau satt. Andererseits heißt es aber nicht, nur weil nichts mehr davon zu hören ist, es diese Suizidalhandlungen nicht mehr geben muss. Mit Sicherheit passen sie nicht in das so pfleglich behandelte Bild, dass die Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe der ganz große Wurf in der Sozialgesetzgebung der letzen Jahre gewesen sei.
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Okt
27
2009
Hilfe Hilfe, die Schweinegrippe!
Seid Ihr auch alle schon in heller Panik wegen der tödlichen Pandemie namens Schweinegrippe, die in unseren Breiten fast schon so schlimm wütend wie jede handelsübliche Grippe auch.
Wie gut, dass die WHO und unsere Politiker die Zeichen der Zeit erkannt haben und nach der Abwrackprämie nun ein weiteres Konjunkturpaket für eine notleidende Branche – die Pharmariesen – anleiert, in Form von massenhaft bestellten Impfstoffen. Natürlich ist es reiner Zufall, dass ein Mitglied der „unabhängigen Impfkommission“, die darüber entschieden hat, ausgerechnet auch bei GlaxoSmithKline arbeitet, der Firma, von der der Impfstoff geliefert wird. Solche Zufälle gibt es halt im Leben, doch doch, das hat mit Filz rein gar nichts zu tun… Das Politsatiremagazin quer hat sich dieses Themas ebenfalls liebevoll angenommen: Read more »
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Okt
24
2009
Die Ergebnisse der Verhandlungen von Union und FDP zur künftigen Gesundheitspolitik beurteilt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) als verheerend.
„Ein schwarzer Tag für die 70 Millionen gesetzlich Versicherten. Zum Fondsbeitrag, dem Sonderbeitrag und den Zuzahlungen soll jetzt auch noch die zusätzliche Kopfpauschale hinzukommen. Das ist nicht nur unsolidarisch und ungerecht, sondern der Beginn einer ungekannten Belastungswelle der 70 Millionen gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Freitag in Berlin.
„Auch wenn die CDU, CSU und FDP auf Zeit spielen, werden die Belastungen der Beschäftigten und Rentnerinnen und Rentner rasant ansteigen, ohne dass die Qualität der Versorgung besser wird. Wir werden die Zeit nutzen und uns dagegen wehren, dass das Herzstück des Sozialstaats, die Gesetzliche Krankenversicherung, aus ideologischen Gründen durch die Kopfpauschale zerstört wird“. Read more »
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Aug
19
2009
Die griechische Regierung will die erste Zwangsimpfung in Europa durchführen. Natürlich wird das offiziell so nicht gesehen, aber die Einwohner des Landes haben keine Chance, der Impfung zu entkommen – ein Modell für Deutschland?
Unter dem unscheinbaren Motto »Schweinegrippe-Impfstoffe für alle« will die griechische Regierung eine Zwangsimpfung an der Bevölkerung durchführen. Wie die griechische Zeitung Kathimerini meldet, soll im September ein Aktionsplan der Regierung durchgesetzt werden, demzufolge alle elf Millionen Einwohner, einschließlich tausender illegaler Einwanderer, geimpft werden sollen.
Gesundheitsminister Dimitris Avramopoulos kündigte diese Impfung an: »Mit Zustimmung des Premierministers wurde beschlossen, alle Bürger und Einwohner unseres Landes ohne Ausnahme zu impfen.« Ohne Ausnahme bedeutet in diesem Fall, alle, ob man will oder nicht! Read more »
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Mai
13
2009
Zitat:
Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Leonhard Hansen, hat eine Verschärfung der Praxisgebühr gefordert. Für jeden Arztbesuch sollten fünf bis zehn Euro fällig werden, sagte er der “Rheinischen Post”. Ein Facharztbesuch ohne Überweisungsschein soll Hansen zufolge bis zu 25 Euro kosten. Für die Überweisung zum Facharzt müsse eine Gebühr von fünf bis zehn Euro anfallen. “Die Hemmschwelle, ärztliche Leistungen in Anspruch zu nehmen, ist immer noch niedrig.” Für chronisch Kranke solle es Ausnahmeregelungen geben.
Hansen zufolge gibt es in Deutschland bei den Versicherten ein fehlendes Empfinden dafür, dass sie Kosten verursachten. Bei den Ärzten gebe es unterdessen eine Mentalität, Patienten ständig wieder einzubestellen. Hansen verspricht sich von einer höheren Praxisgebühr mehr Effizienz bei der medizinischen Versorgung: “Wenn die Arztbesuche auf die notwendigen Fälle reduziert werden könnten, wird es auch weniger Wartelisten geben.”
Quelle: RP-Online.de
Aha, mit der Praxisgebühr sollte also das Gesundheitssystem finanziert werden. Meint der nicht gar sein eigenes Gehalt, was damit finanziert werden soll? Kriegt wohl noch nicht genug.
Und sicher, ich geh zum Arzt, zahl 10€, weil ich gesund bin.
Umgedreht wird ein Schuh draus.
Ich bin krank und geh nicht zum Arzt, weil ich das Geld sinnvoller anlegen kann.
Ne, ich bin nicht wirklich krank, oder doch?
Zumindest bin ich anders.
Ich geh so selten zum Arzt, so gesund bin ich.
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Apr
12
2009
Von Dr. med. Bernd Hontschik
Egal, wo und wann man mich ins Diskutieren verwickelt: Immer dieser gleiche ungläubige Blick. Immer dieses gleiche erstaunte Nachfragen. Am Ende immer dieses leichte Kopfschütteln, meist zustimmend, oft aber auch weiter zweifelnd. Das soll stimmen, was er da erzählt hat? Dabei sind es immer wieder die gleichen drei Lügen, um die jede Diskussion über die Probleme unseres Gesundheitswesens kreist.
Lüge 1: Es gibt eine Kostenexplosion im Gesundheitswesen.
Falsch.
Der Anteil der Kosten für das Gesundheitswesen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist seit Jahrzehnten konstant, schwankt gering um 10 Prozent. Die finanziellen Probleme der Sozialsysteme sind nicht wegen einer “Kostenexplosion” eskaliert, sondern hauptsächlich wegen der Einnahmeeinbrüche durch die hohe Arbeitslosigkeit und unzureichende Lohnerhöhungen; denn Sozialbeiträge sind an die Löhne gekoppelt.
Lüge 2: Deutschland hat zu hohe Lohnnebenkosten.
Falsch. Read more »
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