Posts tagged: Unternehmen

Mrz 08 2010

Zum Nachdenken

Music SlaveEs gibt Tausende, die im Prinzip gegen Krieg und Sklaverei sind und die doch praktisch nichts unternehmen, um sie zu beseitigen …

Sie zögern, bedauern, und manchmal unterschreiben sie auch Bittschriften, aber sie tun nichts ernsthaft und wirkungsvoll. Sie warten – wohlsituiert –, dass andere den Missstand abstellen, damit sie nicht mehr daran Anstoß nehmen müssen.

Höchstens geben sie ihre Stimme zur Wahl, das kostet nicht viel, und der Gerechtigkeit geben sie ein schwaches Kopfnicken mit auf den Weg, während sie an ihnen vorübergeht.

– Henry David Thoreau („Über die Pflicht zum Umgehorsam gegen den Staat“)

Das könnte Sie auch interessieren:

Mrz 03 2010

Auswirkungen der Wirtschaftskrise im Personalmanagement

Ergebnis: geringere Lohnzuwächse - hohe Produktivität

Trotz des zunehmend einsetzenden wirtschaftlichen Aufschwungs wirkt sich die Wirtschaftskrise weltweit auf das Personalmanagement, vor allem die Eintstellungs- und Entlassungsstrategie sowie die Vergütung durch die Unternehmen aus.

Weiterlesen & Quelle: www.personalundwissen.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Feb 28 2010

Montag 1. März: Bundesweiter Aktionstag bei Siemens

Iran: 5th Green Day - 3VBeschäftigte des Elektrokonzerns Siemens werden am Montag, dem 1. März 2010, erneut gegen die geplante Ausgliederung der IT-Dienstleistungssparte SIS demonstrieren.

Die IG Metall hat die Beschäftigten der Sparte für kommenden Montag zu einem bundesweiten Aktionstag aufgerufen. Sie kämpfen um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. In München-Perlach ist ein Protestzug geplant, auch an allen anderen deutschen Standorten der Sparte soll es Aktionen geben. In München hat SIS nach Unternehmensangaben etwa 3.200 Beschäftigte, bundesweit sind es 9.700 und weltweit rund 35.000 Beschäftigte. Der Konzern will die Sparte im Sommer auslagern, um den Weg für den Börsengang frei zu machen.

Zuletzt hatten Siemens-Mitarbeiter gegen diese Pläne im Dezember 2009 protestiert.

Das könnte Sie auch interessieren:

Feb 21 2010

Ist Deutschland eine gekaufte Demokratie?

Payday!Das Getöse um Guido Westerwelles in Rambo-Manier geführte verleumderische Angriffe auf Millionen Hartz-IV-Empfänger hat die von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) am 15.Februar 2010 veröffentlichten Rechenschaftsberichte der Parteien völlig unverdient in den Hintergrund treten lassen, zeigen sie doch die Größenordnungen der Parteispenden, mit denen das Kapital die großen Parteien im Jahr vor der Bundestagswahl bedacht hat.

Laut Saarbrücker Zeitung vom 16.Februar 2010 flossen insgesamt rund 20 Millionen Euro Spenden von Firmen und Verbänden, davon fast 14 Millionen in die Kassen von CDU und CSU.

Auf der Spenderliste der Union stehen mehr als 50 Unternehmen. Zu den Gönnern der vergangenen vier Jahre zählen aber auch arbeitgebernahe Verbände sowie Privatleute wie die Industriellen-Familie Quandt, die zu den namhaftesten CDU-Geldgebern gehört. So erhielten, um nur drei Beispiele zu nennen, die CDU von Deutsche Bank AG 200.000 Euro, von Ferring Arzneimittel 150 000 Euro und die CSU vom Verband der Metallindustrie 600 000 Euro.

Read more »

Das könnte Sie auch interessieren:

Jan 27 2010

Adecco: Buße der französischen Wettbewerbsbehörde von 34 Mio EUR bestätigt

26092009488Die von der französischen Wettbewerbsbehörde am 2. Februar 2009 gegen Adecco ausgesprochene Buße in Höhe von 34 Mio EUR wegen Verletzung von Wettbewerbsvorschriften bleibt bestehen. Die von Adecco eingereichte Berufung sei vom zuständigen Gericht abgewiesen worden, schreibt der Personaldienstleister am Dienstag Abend in einer Mitteilung.

Quelle: Handelszeitung.ch

Das könnte Sie auch interessieren:

Jan 19 2010

Bürgermeister zeigt Drogerie die rote Karte

Dem Drogeriediscountwiderling Schlecker weht derzeit der Gegenwind ordentlich ins Gesicht – selbst in der Mainstreampresse ist die unglaublich dreiste Vorgehensweise, altgediente Mitarbeiter in die Leiharbeit zu drängen, um sie hinterher zum halben Lohn wieder einzustellen, großes Thema. Dass mich so etwas freut, ist klar, denn hoffentlich wachen immer mehr Menschen auf und kaufen zukünftig woanders ein. Sehr aufbauend fand ich auch diese Nachricht „Heroldsberger Bürgermeister zeigt Drogerie die rote Karte“ in den Nürnberger Nachrichten:

(…) Der früher selbst als Apotheker tätige Rathauschef ist nach eigenen Angaben «stinksauer» auf das Unternehmen - noch vor der Eröffnung Ende September hat Schalwig ein Zeichen gesetzt: In einer Rundmail an die Rathausmitarbeiter legte er den Angestellten nahe, künftig bei Einkäufen für die Gemeinde das neue Schlecker-XL-Geschäft zu meiden - ein Boykott-Aufruf also (…)

Das ist schon mal ein Anfang, auch wenn die sprichwörtlich schlechte Art, mit der Schlecker seine Mitarbeiter schon seit jeher behandelt, hier gar nicht zur Sprache kommt (genausowenig wie die grundsätzlichen vielen Nachteile des Discountprinzips).

Das könnte Sie auch interessieren:

Jan 18 2010

Psssst: Schwarzarbeit unterstützt die Konjunktur

Huch!? Ich bin jetzt verwirrt. Warum trennt der Spiegel die „Wirtschaftsführer“ von der Schwarzarbeit? In der Schwarzarbeit geht es nicht um die privaten Fliesenlegern oder die Putzfrauen in Privathaushalten. Das sind pille palle Beträge. Sind es nicht gerade die großen Unternehmen mit ihren Großprojekten, die mit Schwarzarbeit riesige Gewinne einfahren? Kein Wort darüber im Spiegel. Pssssst.

Heute im blassen Spiegel: „Die Wirtschaftsführer schaden der Steuermoral“

…..“Die Selbstbedienungsmentalität vieler Wirtschaftsführer hat der Steuermoral im Land nachhaltig geschadet. Die Leute haben das Gefühl, die Schuldigen für das ganze Desaster kommen ungeschoren davon, während sie selber wegen am Wochenende verlegter Fliesen oder einer illegalen Putzfrau kriminalisiert werden.“….

…..“Aber das schwarz verdiente Geld, das der Arbeitnehmer sonst nicht hätte, wandert nicht aufs Sparbuch, sondern wird wieder ausgegeben“, sagte Schneider. „Das ist ein schönes Konjunkturprogramm und hat den Konsum 2009 stabilisiert.“……

Das könnte Sie auch interessieren:

Jan 08 2010

Skandal: Finanzminister bläst Kampf gegen Steuerhinterzieher offiziell ab

Liechtenstein und andere Steueroasen jubeln

Fürstentum LiechtensteinScharf kritisiert das globalisierungskritische Netzwerk Attac das Abrücken des Finanzministeriums von den minimalen Bemühungen der vorigen Regierung, gegen Steuerflucht und Steuerhinterziehung vorzugehen.

“Obwohl laut Weltbank 1000 bis 1600 Milliarden Dollar jährlich illegal Ländergrenzen überschreiten, teilt das Finanzministerium den Behörden der Länder mit, es gebe keinen Handlungsbedarf. Die riesigen Steuerausfälle, die dadurch entstehen, interessieren Herrn Schäuble anscheinend trotz der in der Krise aufgehäuften hohen Schuldenlast einen feuchten Kehricht. Das Geld bleibt ja bei den von der schwarz-gelben Koalition so hoch geschätzten Reichen und Superreichen. Abgezockt werden die kleinen Leute und die Empfänger von Sozialtransfers, empört sich das Mitglied des Attac-Koordinierungskreises Detlev v. Larcher.

Read more »

Das könnte Sie auch interessieren:

Jan 05 2010

Fernsehtipp: Monsanto, mit Gift und Genen

Ein schneller Tipp für alle TV-Gerät-Besitzer: heute um 22:40 Uhr läuft auf Arte der erschreckende Dokumentarfilm „Monsanto, mit Gift und Genen“, der die Umtriebe dieses abstoßenden Großkonzerns aufdeckt. (Ich hoffe mal, dass die Doku dann auch in der Arte-Mediathek via Internet zu sehen sein wird.)

Der Dokumentarfilm erkundet das Reich des US-amerikanischen Konzerns “Monsanto Chemical Works”, dem weltweiten Marktführer für Biotechnologie. Dem Engagement auf diesem Gebiet verdankt “Monsanto” auch, dass es zum umstrittensten Unternehmen des modernen Industriezeitalters wurde, stellte es doch das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid “Agent Orange” her. Heute sind 90 Prozent der angebauten gentechnisch veränderten Organismen “Monsanto”-Patente. Diesen Umstand halten viele für bedenklich.

ARTE Dienstag, 5. Januar 2010 um 22.40 Uhr
Wiederholungen: 09.01.2010 um 09:55 und 22.01.2010 um 10:00

Das könnte Sie auch interessieren:

Dez 14 2009

IGZ: “Unsere Gesellschaft braucht die Zeitarbeit”

Logo der Arbeits Agentur in LudwigshafenIch hätte das so nicht besser sagen können. Allerdings jetzt wo ich den Artikel auf der Seite der IGZ (Interessenverband  deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V.) gelesen habe, ist mir nicht mehr ganz klar, was die Überschrift mit dem Inhalt zu tun haben soll.

In meinen Augen ist das  Geschäftsschädigend, oder um es kurz zu machen “ein Schuss ins Knie”. So was macht man nie nie nicht.

Es geht dabei um das Spiegel-Online-Interview mit dem BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Folgende Textpassagen sind da sehr verwirrend und zugleich stigmatisierend:

SPIEGEL ONLINE: Andere nutzen brachial Gesetzeslücken aus. So manches Unternehmen feuert derzeit Mitarbeiter und stellt sie dann als billige Zeitarbeiter wieder ein. Finden Sie das nicht abstrus?

Weise: Das zeugt von mangelnder Verantwortung. Und ja, es gibt Schmuddler in der Zeitarbeitsbranche, die ihre Mitarbeiter an die Grenzen der Belastbarkeit treiben und darüber hinaus. Aber es gibt auch jene, die Tariflöhne zahlen, wenngleich niedrige. Die Zeitarbeit hat Tücken…

SPIEGEL ONLINE: Wie viele Menschen finden denn über sie in einen festen Job?

Weise: Das wissen wir nicht genau. Der sogenannte Klebeeffekt lässt sich statistisch nicht erfassen. Und trotzdem glaube ich, dass unsere Gesellschaft die Zeitarbeit braucht. Ich halte es für besser, dass ein Mensch arbeitet und notfalls von uns zusätzlich vorübergehend noch einen Zuschuss bekommt, als dass er gar keinen Job hat.

Wie gesagt, dies wurde genau so hier und heute bei der IGZ veröffentlicht.
Das Original gibt es hier bei Spiegel-ONLINE.

Das könnte Sie auch interessieren:

Dez 14 2009

Kleiner Wochenrückblick

ALTpapierFangen wir an mit dem SPIEGEL, der titelt: EU öffnet Ihren Geldbeutel und den Bürger wie folgt desinformiert: “…Die Kanzlerin hatte nur zwei zentrale Botschaften: Griechenland wird seine Haushaltskrise schon meistern, und auch der Klimastreit in Kopenhagen ist mit ein bisschen gutem Willen lösbar…”

Müsste heißen: Griechenland ist zwar pleite, aber wir wollen und können in der Euro-Zone keine Pleiten zulassen und solange Deutschland mit im Boot sitzt, haben wir bei den Banken genug Kredit, um die Griechen über Wasser zu halten. Wenn wir schon für die HRE mehr als 100 Milliarden Schulden machen, werden wir doch wegen ein paar lumpigen Milliarden hier nicht lange über das Klima diskutieren.

“Bei den Klimaverhandlungen in Kopenhagen will die EU nächste Woche die Entwicklungsländer mit Cash aus der Reserve locken. 2,1 Milliarden Euro pro Jahr wollen die Europäer von 2010 bis 2012 bereitstellen……Obendrein soll der dänische EU-Klimaunterhändler Rasmussen für die Jahre 2013 bis 2020 in Kopenhagen den Entwicklungsländern EU-Hilfen von bis zu 30 Milliarden Euro pro Jahr anbieten. Ohne diese Finanzzusagen, machten Gipfelteilnehmer deutlich, würde Kopenhagen scheitern.”

Read more »

Das könnte Sie auch interessieren:

Dez 13 2009

Datenbank Elena: Wer streikt, wird erfasst

… Was Elena im Detail enthält, wurde dagegen bislang lieber nicht an die große Glocke gehängt - obwohl es schon seit September feststeht. Die Liste der Angaben, die Unternehmen über ihre Arbeitnehmer zu machen haben, ist mehr als 40 Seiten lang. Und darin wird nicht nur nach Namen, Geburtsdatum, Anschrift oder Bezügen gefragt, sondern in der Rubrik “Fehlzeiten” auch nach einer Teilnahme an Streiks. Oder nach Abmahnungen und möglichem Fehlverhalten. .. Und ebenso bedenklich sei es, dass Arbeitgeber über Abmahnungen und Kündigungsgründe Auskunft geben sollen - ohne dass der Betroffene sich dazu äußern könne…

Hier ganzer Beitrag Klick

„In Deutschland wird künftig zentral erfasst, wer an einem Streik teilgenommen hat. Auch ob rechtmäßig oder wild gestreikt wurde oder Beschäftigte vom Arbeitgeber ausgesperrt wurden, steht vom 1. Januar 2010 an in einer bundesweiten Datenbank. Was Gewerkschafter und Datenschützer in Alarmstimmung versetzt, hört offiziell auf den Namen Elena - die Abkürzung für “Elektronischer Einkommensnachweis”

Das könnte Sie auch interessieren:

Dez 09 2009

17,4 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen im September 2009

Neapolitan StyleWIESBADEN – Im September 2009 haben die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2 910 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Damit stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland um 17,4% gegenüber September 2008.

Die Verbraucherinsolvenzen lagen im September 2009 mit 8 925 Fällen um 7,4% höher als im Vorjahresmonat. Insgesamt wurden, zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen, 14 430 Insolvenzen registriert. Das waren 10,0% mehr als im September 2008.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für September 2009 auf 42,6 Milliarden Euro gegenüber 2,8 Milliarden Euro im September des Vorjahres. Dieser ungewöhnlich starke Anstieg der Forderungen ist auf die Insolvenzen einiger wirtschaftlich bedeutender Unternehmen zurückzuführen.

Read more »

Das könnte Sie auch interessieren:

Okt 27 2009

Goldener Herbst für die Pharma-Industrie

Hilfe Hilfe, die Schweinegrippe!

Seid Ihr auch alle schon in heller Panik wegen der tödlichen Pandemie namens Schweinegrippe, die in unseren Breiten fast schon so schlimm wütend wie jede handelsübliche Grippe auch.

Wie gut, dass die WHO und unsere Politiker die Zeichen der Zeit erkannt haben und nach der Abwrackprämie nun ein weiteres Konjunkturpaket für eine notleidende Branche – die Pharmariesen – anleiert, in Form von massenhaft bestellten Impfstoffen. Natürlich ist es reiner Zufall, dass ein Mitglied der „unabhängigen Impfkommission“, die darüber entschieden hat, ausgerechnet auch bei GlaxoSmithKline arbeitet, der Firma, von der der Impfstoff geliefert wird. Solche Zufälle gibt es halt im Leben, doch doch, das hat mit Filz rein gar nichts zu tun… Das Politsatiremagazin quer hat sich dieses Themas ebenfalls liebevoll angenommen: Read more »

Das könnte Sie auch interessieren:

Okt 24 2009

Gesundheit: Ein schwarzer Tag für 70 Millionen Versicherte

Die Ergebnisse der Verhandlungen von Union und FDP zur künftigen Gesundheitspolitik beurteilt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) als verheerend.

„Ein schwarzer Tag für die 70 Millionen gesetzlich Versicherten. Zum Fondsbeitrag, dem Sonderbeitrag und den Zuzahlungen soll jetzt auch noch die zusätzliche Kopfpauschale hinzukommen. Das ist nicht nur unsolidarisch und ungerecht, sondern der Beginn einer ungekannten Belastungswelle der 70 Millionen gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Freitag in Berlin.

„Auch wenn die CDU, CSU und FDP auf Zeit spielen, werden die Belastungen der Beschäftigten und Rentnerinnen und Rentner rasant ansteigen, ohne dass die Qualität der Versorgung besser wird. Wir werden die Zeit nutzen und uns dagegen wehren, dass das Herzstück des Sozialstaats, die Gesetzliche Krankenversicherung, aus ideologischen Gründen durch die Kopfpauschale zerstört wird“. Read more »

Das könnte Sie auch interessieren:

Okt 07 2009

Kommunen vergraben Milliarden

IrrläuferDass Axel Weber, Chef der Deutschen Bundesbank, mit Forderungen von 10,4 Milliarden Euro ganz vorn in der Reihe der Lehman-Gläubiger steht, durfte unser kleines Goldanleger-Board bereits verschiedentlich vermelden, immer ein wenig erstaunt darüber, dass sich außer uns niemand dafür interessiert.

Nun jedoch vermerkt das Handelsblatt den Milliardenverlust der deutschen Staatsbank immerhin in einem Satz, gewürzt mit der Mitteilung über die übrigen Großgläubiger der US-Pleitebank.

Mansfelder Rentner? Uckermärker Bauersfrauen? Lehrer aus Bochum, Ingenieure aus Wattenscheid? Keineswegs.
Der größte Posten der Forderungen aus Deutschland falle nicht auf Kleinanleger, die sich mit Lehman-Zertifikaten verzockt haben. Sondern auf “institutionelle Investoren” – mit anderen Worten: Kommunen oder kommunale Versorger. Während die übrigen deutschen Banken über ihren Verband nur drei Millionen Euro Schaden angemeldet hätten, versuchen Kommunen und kommunale Unternehmen, rund 25,7 Milliarden US-Dollar aus der Insolvenzmasse zurückzubekommen.

Die unter direkter Kontrolle gewählter Politiker stehenden öffentlichen Verwaltungen und Unternehmen legten damit offenbar fleißiger in “undurchschaubare Finanzkonstruktionen” Peer Steinbrück an als alle Privatbanken und Privatanleger zusammen. Die Deutsche Bank meldete mittlerweile, sie habe aus Geschäften mit Lehman keine Verluste hinnehmen müssen, selbst die Commerzbank verlor mit 4,9 Milliarden nur halb so viel wie die Bundesbank. Die wird künftig die Aufsicht über alle deutschen Banken führen, um eine Wiederholung der Finanzkrise zu verhindern.

Willkommen im Garten, Herr Bock!

Das könnte Sie auch interessieren:

Sep 29 2009

Wirtschaftslobbyisten wittern Morgenluft

Mit der neuen schwarz-gelben Regierung wittern die Lobbyisten und Wirtschaftsverbände Morgenluft.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag war einer der ersten, die vorpreschten und einen wirtschaftsfreundlichen Kurs forderten Spiegel-Online . Interessant als Stimmungsbild ist auch ein Zeit-Artikel von einer Lobbyisten-Wahlparty.
Die FDP und die Union sind zugleich die Parteien, die wenig mit Transparenz und Schranken für Lobbyisten am Hut haben, wie unsere Wahlprüfsteine deutlich gezeigt haben.
Was jetzt um so mehr zählt, ist Aufklärungsarbeit und kritisches Engagement aus der Gesellschaft. Lassen Sie uns gemeinsam Druck von unten machen, um den Lobbyisten Schranken zu setzen. Machen Sie mit, jetzt gleich und ganz konret – mit Ihrer Unterschrift unter den Lobbyregister-Appell oder einer Spende für die Arbeit von LobbyControl. Unsere Demokratie braucht Ihr Engagement!

Von Lobby Control

Das könnte Sie auch interessieren:

Sep 21 2009

“UNBEZAHLBAR!” oder “Darf’s noch ein bisschen mehr sein?”

Moralischer Bankrott“UNBEZAHLBAR!” so lautete 15 Jahre lang das Lieblingswort der deutschen Regierungen. 25 Millliarden für Wärmedaämmung und Energieumbau, hin zu regenerierbaren Energiequellen? UNBEZAHLBAR!

  • 20 Miliarden für Verkehrsumbau, Ausweitung des öffentlichen Nahverkehrs und Laster auf die Schiene? UNBEZAHLBAR!
  • 15 Milliarden für flächendeckende Vor- und Ganztagsschulen? UNBEZAHLBAR!
  • Zwei, drei, vier, fünf Milliarden für mehr und besser bezahlte Pflegekräfte statt Stechuhrtakt an Kliniken oder zur Eindämmung der Kinderarmut, für mehr Forschung im Gesundheitsbereich, für mehr Sozialarbeiter und Polizei auf unseren Straßen, in unseren U- und S-Bahnen? UNBEZAHLBAR!
  • 250 Millionen Blindenhilfe? UNBEZAHLBAR!

Read more »

Das könnte Sie auch interessieren:

Aug 25 2009

Stillhalteabkommen von Industrie und Regierung ist Wählertäuschung

“Wenn es tatsächlich ein Stillhalteabkommen zwischen Regierung und Industrie gibt, ist das vorsätzliche Wählertäuschung”, kommentiert der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Herbert Schui, einen Bericht der Financial Times Deutschland über “eine Art Stillhalteabkommen zwischen Industrie und Regierung”.

Demnach plant die Wirtschaft für die Zeit nach der Bundestagswahl einen Jobkahlschlag. Die Wähler sollen davon aber bis zum 27. September möglichst nichts erfahren. Den MAN-Vorstandsvorsitzenden zitiert die FTD mit den Worten: “Nach der Wahl wird sich die Botschaft ändern. Das ist ganz normal.” Schui:

“Es ist keineswegs normal, die Bevölkerung über einen derart gravierenden Vorgang im Unklaren zu lassen.

Read more »

Das könnte Sie auch interessieren:

Synz.de theme by oo

Effects Plugin created by Jake Ruston - Sponsored by Garmin Forerunner 201.